Aktuelle Info zur Rasensituation im Ludwigsparkstadion

Aktueller Zustand des Spielfeldes, Stand 19. Februar 2021:

Auf der schattigen Seite des Spielfelds in Richtung Haupttribüne war am Freitagmorgen, 19. Februar, im Boden immer noch ein mehrere Zentimeter dicker Eisriegel. Dort ist der Platz weiter zu nass.

In Richtung Victors-Tribüne, dort wo die Sonnenstrahlen besser hinkommen, wird der Platz immer besser. Hier ist der Boden inzwischen auch in der Tiefe aufgetaut. Das Tauwasser konnte abfließen, der Platz ist merklich abgetrocknet – trotz der Niederschläge der Nacht von Donnerstag auf Freitag (18./19. Februar). Aufgrund der vorhergesagten wärmeren Temperaturen ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Platz bis Samstag komplett auftaut.

Wenn die noch gefrorenen Stellen zeitnah auftauen, könnte der Platz in der Folge soweit abtrocknen, dass gespielt werden könnte. Eine Garantie für das Spiel am Samstag (20. Februar) konnten wir aber – wie in den Wochen zuvor – nicht abgeben. Die Stadt hatte daher mit dem 1. FC Saarbrücken besprochen, dass sich der Verein vorsorglich um ein Alternativstadion bemühen sollte, um nicht nochmals eine kurzfristige Absage zu riskieren – auch im Sinne der Gäste. Die Lösung, das Spiel gegen den TSV 1860 München in Völklingen auszutragen, ist daher aus Sicht der Stadt gut.

Stand Rasenheizung:

Mit dem Unternehmen, das mit der Herstellung des Rasens beauftragt wurde, haben in den zurückliegenden Wochen mehrere Gespräche stattgefunden. Gemeinsames Ziel war es, außergerichtlich eine Einigung zu den strittigen Punkten zu erzielen. Dabei ging es zum einen um finanzielle Fragen und die Forderungen des Auftragnehmers, zum anderen aber auch um eine verbindliche Zusage des Unternehmens zur Fertigstellung und Inbetriebnahme der Rasenheizung. Die Gespräche waren erfolgreich, wir konnten inzwischen eine Vereinbarung erzielen. Das Unternehmen hat vor gut anderthalb Wochen begonnen, seine Arbeiten fortführen.

Eine kurzfristige Inbetriebnahme der Rasenheizung ist laut Unternehmen aufgrund der noch ausstehenden Arbeiten allerdings nicht möglich. Verbindlich vereinbart mit dem Unternehmen ist die Fertigstellung und vollständige Inbetriebnahme der Rasenheizung bis spätestens 31. März 2021.

Vor der Einigung waren der Stadt aufgrund des Rechtsstreits mit dem Unternehmen die Hände gebunden, eine Inbetriebnahme der Heizung nicht möglich.

Fazit und Prognose:

Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das Problem der Staunässe beseitigt werden kann. Die Arbeit des von uns beauftragten Bodensanierers und der Kollegen des städtischen Gebäudemanagementbetriebes (GMS) haben Wirkung gezeigt. Die nassen Flächen sind nach dem Einsatz der Lanze merklich besser abgetrocknet. Der Platz war vor dem Lanzeneinsatz komplett durchnässt. Nach dem Lanzeneinsatz war das Wasser nicht sofort verschwunden. Während der Arbeit des Bodensanierers kam durch den vielen Regen immer neues Wasser dazu. Es folgte der Frost mit sehr hohen Minustemperaturen. Das noch vorhandene Wasser ist darauf hin bis tief in den Boden gefroren.

Die Spielabsage gegen den FSV Zwickau war witterungsbedingt. Der Platz war an der Oberfläche durch das Tauwetter mehrere Zentimeter aufgetaut, darunter war er noch bis zu zehn Zentimeter gefroren. Das Ablaufen des Schmelzwassers wurde durch diesen Eisriegel verhindert. Der Regen im Laufe der Nacht auf den Mittwoch war sicherlich nicht förderlich.

Derzeit trocknet der Boden an den aufgetauten Stellen ab, an den anderen ist er noch nass. Der Zustand und die Verteilung der Nässe sind nicht mit der Zeit vor dem Lanzeneinsatz vergleichbar, die Situation hat sich verbessert. Wir gehen daher davon aus, dass der Platz schon bald wieder bespielt werden kann. Wir werden die kommenden Tage nutzen, um den Platz nach dem Lanzen bestmöglich nachzubehandeln. Dazu wird er insbesondere auf der kompletten Fläche aerifiziert und gewalzt.

Wie nachhaltig die Verbesserung durch den Einsatz der Lanze sein wird, bleibt noch abzuwarten. Erfahrungen mit der Methode im Ludwigspark gibt es nicht.

Meldungsarchiv

  • 8. Februar

    Dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Bodensanierers und der Kollegen von GMS ist die Staunässe inzwischen beseitigt. Vor einer Woche stand der Platz praktisch noch unter Wasser. Das Wetter war in den zurückliegenden Tagen sicherlich nicht auf unserer Seite - auch heute wieder nicht.

    Aber dank der Unterstützung zahlreicher Helfer, unter anderem von GMS, GIU, Grünamt und Verein, ist der Platz heute vom Schnee geräumt worden. Wir haben bis zur letzter Minute in Abstimmung mit den Verantwortlichen des Vereins alles Mögliche getan, um das Spiel zu ermöglichen.

    Ich möchte allen Helfern nochmals danke. Ihr habt wirklich alles gegeben.

    Aktuelle Info zur Rasensituation im Ludwigsparkstadion

    Die Landeshauptstadt arbeitet im Ludwigsparkstadion weiterhin intensiv an Lösungen für die Rasenprobleme, um dem FCS einen dauerhaften Spielbetrieb im Ludwigspark ermöglichen zu können. Hierzu zählen die kurzfristigen Maßnahmen zur Verbesserung des Staunässeproblems und die Inbetriebnahme der Rasenheizung.

    Zur Staunässeproblematik haben in der vergangenen Woche und zu Beginn dieser Woche verschiedene weitergehende Untersuchungen und Abstimmungen mit internen und externen Fachleuten stattgefunden. Mit dem Ergebnis, dass der Einsatz der Hochdrucklanze zur Beseitigung der Staunässe so erfolgen kann, dass der Eingriff in den Rasen möglichst gering ausfällt. Und wir gewährleisten, dass die Rasenheizung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Das tun wir, in dem wir die Heizungskabel vor den Lanzenstößen elektroakustisch orten.

    Arbeiten am Rasen werden auch am Samstag und Sonntag kontinuierlich fortgeführt

    Am Dienstag hat der von uns beauftragte Bodensanierer seine Arbeit mit der Hochdrucklanze aufgenommen. Unterstützt wird er von einem Team von engagierten Kollegen des städtischen Gebäudemanagementbetriebes (GMS). Es ist inzwischen erkennbar, dass der Einsatz der Lanze eine Wirkung zeigt. Die bislang behandelten Flächen sind an der Oberfläche im Vergleich zu den unbehandelten merklich besser abgetrocknet.

    Der Boden ist aber immer noch stark gesättigt. Bis das Wasser durch die verschiedenen Schichten versickern kann, dauert es naturgemäß eine gewisse Zeit. Wir haben für das Ludwigsparkstadion keine Erfahrungswerte für das eingesetzte Verfahren. Wir wissen nicht, wie sich die Flächen darstellen, wenn –  wie prognostiziert – auch in den kommenden Tagen neuer Regen fällt und wie schnell die Arbeiten in den noch ausstehenden Flächen tatsächlich vorangehen. Klar ist, dass das anhaltend regnerische Wetter die Arbeiten erschwert.

    Das inzwischen eingespielte Team arbeitet kontinuierlich weiter. Der von uns beauftragte Bodensanierer konnte einen Kollegen, der ebenfalls mit einer Luftdrucklanze arbeitet, dazu gewinnen, ihn zu unterstützen. Dieser ist unter der Woche terminlich gebunden, wird aber am Samstag und Sonntag im Park mitarbeiten. Am Wochenende werden zwei Lanzen im Einsatz sein.

    Um eine Bespielbarkeit gewährleisten zu können, müssen die gelanzten Flächen nachbehandelt werden. Dazu müssen die Kollegen des städtischen Grünamtes, die ebenfalls die Arbeiten intensiv begleiten, den Rasen walzen. Dafür muss der Platz bis zu einem gewissen Grad abgetrocknet sein. Mit Blick auf das das Spiel am Montagabend gibt es also aufgrund des Wetters und der Zeitabläufe Risiken und Unwägbarkeiten.

    Ausblick für Spiel am Montagabend – stetiger Dialog mit FCS

    Eine Garantie, dass der Rasen am Montag bespielbar sein wird, kann und wird unter diesen Umständen niemand abgeben können. Das hat die Landeshauptstadt mit dem Verein auch so besprochen, so dass sich der FCS wiederum auf dieser Basis mit dem DFB abstimmen kann.

    Aber das Team vor Ort im Stadion mit den Kollegen von GMS wird die Sanierungsmaßnahmen auch am Samstag und Sonntag fortführen und bis Montag das Mögliche versuchen. Mit dem Verein stehen wir im kontinuierlichen Austausch.

    Rechtsstreit zum Rasen: Beide Seiten streben außergerichtliche Einigung an 

    Zur Rasenheizung: Mit dem Unternehmen, das mit der Herstellung des Rasens beauftragt wurde, haben in den Tagen Gespräche mit Oberbürgermeister Uwe Conradt im Rathaus stattgefunden. Beide Seiten haben sich im Grundsatz darauf verständigt – trotz aller Differenzen der Vergangenheit – auf einen Weg der Zusammenarbeit zurückfinden zu wollen.

    Als gemeinsames Ziel für den laufenden Dialog wurde festgehalten, außergerichtlich eine Einigung zu den strittigen Punkten zu erzielen. Dabei geht es zum einen natürlich um finanzielle Fragen und die Forderungen des Auftragnehmers, zum anderen aber auch um eine verbindliche Zusage des Unternehmens zur Fertigstellung und Inbetriebnahme der Rasenheizung.

    Wir werden die Öffentlichkeit und den Verein auf dem Laufenden halten.